Schwein

Seit über 10.000 Jahren werden Schweine als Nutztiere gehalten, ihre Haltung hat sich in den vergangen Jahrzehnten aber stark intensiviert. Etwa 1/3 der weltweiten Fleischerzeugung stammen heute vom Schwein. Trotz großer regionaler Unterschiede hat die Kombination aus Zucht, verbesserten Haltungsmethoden und bedarfsgerechter Fütterung hohe Leistungen in der Mast und der Ferkelerzeugung ermöglicht. Dies stellt auch immer höhere Anforderungen an die Fütterung und die Futtermittelqualität.

Ideales Protein statt Rohprotein

Insbesondere in der Schweinehaltung ist das Thema N-Bilanz und Nitratbelastung des Grundwassers ein Top-Thema. Eine moderne Schweinehaltung muss einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. Besonders bei einer XP-reduzierten Fütterungsstrategie muss auf die ausreichende Versorgung mit den essentiellen Aminosäuren und deren richtiges Verhältnis zueinander geachtet werden. Kaesler bietet neben DL-Methionin als Partner von Ajinomoto Eurolysine S.A.S. die Aminosäuren L-Lysin, L-Threonin, L-Tryptophan und L-Valin an. Die Ergänzung mit L-Valin erweitert die Möglichkeiten der Futteroptimierung, denn je weiter der Rohproteingehalt abgesenkt wird, desto größer muss nicht nur die jeweilige Menge zugesetzter hochverdaulicher Aminosäuren sein, sondern auch deren Bandbreite. Nehmen Sie Kontakt auf zu unseren Experten, wenn Sie mehr über geeignete Zusammensetzungen für ihre speziellen Anforderungen wissen möchten.

Absetzphase

Schlüssel für eine erfolgreiche Aufzucht ist die Realisierung einer hohen Futteraufnahme unmittelbar nach dem Trennen von Ferkel und Sau. Hier gilt es, gesundheitsgefährdende und leistungsbegrenzende Mangelsituationen im Bereich Energie, Protein oder der Vitaminversorgung vorzubeugen. Dieser Herausforderung kann man mit der Erhöhung der Attraktivität des Futters begegnen. Kaesler hat jahrzehntelange Erfahrung in der Komposition der richtigen Aromen für diesen Zweck. 

Ein weiterer wichtiger Ansatz ist die optimierte Verwertbarkeit des Futters. Gerade die unlöslichen und löslichen Nicht-Stärke-Polysaccharide (NSP) im Getreide können die Nährstoffresorption und -verwertung über einen Nährstoffeinschluss („Käfigeffekt“) und eine erhöhte Viskosität des Darminhaltes verschlechtern. Daran beteiligt sind eine veränderte Chymus-Passage, morphologische und histologische Veränderungen sowie Effekte auf die mikrobiellen Gemeinschaften in den verschiedenen Darmabschnitten. Hier schafft der Einsatz von geeigneten NSP-spaltenden Enzymen wirksam Abhilfe. Eine bedarfsdeckende Versorgung mit Vitaminen ist in dieser Phase ebenfalls notwendig.

Laktationsphase

Heutzutage sind 32 und mehr abgesetzte Ferkel/Sau und Jahr keine Seltenheit mehr. Die Zahl allein kann aber kein Grund zur Freude sein, wenn die Sau darunter leidet. Sie muss alle Reserven mobilisieren, um den Wurf ausreichend versorgen zu können. Im Ernstfall bedeutet das durch den Abbau von Protein/Muskelmasse eine gefährliche Abmagerung. Während der Laktation ist es daher wichtig, dem Tier eine möglichst effektive Verbrennung der eigenen Fettreserven zu ermöglichen. Die Energiegewinnung lässt sich hier durch Zugabe von L-Carnitin optimieren, welches der zelluläre Stoffwechsel zwingend benötigt, um langkettige Fettsäuren durch die Membran der Mitochondrien zu transportieren. Mit Carneon bietet Kaesler die richtigen Produkte abgestimmt auf ihren Bedarf.


Unsere passenden Schweineprodukte