Früherkennung von metabolischem Stress

Wie kann das Monitoring von Stoffwechselerkrankungen im Milchviehbestand verbessert werden? Diese Frage wurde im Rahmen der 41. Leipziger Fortbildung Ende Juni an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig unter dem Thema „Labordiagnostik in der Bestandsbetreuung“ intensiv diskutiert. Frank Menn (Kaesler Animal Nutrition) stellte dabei in seinem Vortrag die Zusammenhänge zwischen Zellstress und der Bedeutung von Polyphenolen in der Tierfütterung dar.

Stoffwechselerkrankungen verursachen häufig indirekt hohe Kosten in der Milchviehhaltung. Gerade sub-klinisch erkrankte Tiere können nicht ihr volles Leistungspotenzial erreichen, erscheinen aber nach außen hin noch gesund. Welche Möglichkeiten der Früherkennung es in der Bestandsbetreuung gibt, zeigten die 16 Referenten den ca. 100 anwesenden praktischen Tierärzten auf. Frank Menn war vom verantwortlichen Leiter, Prof. Manfred Fürll, eingeladen worden, um mit dem Thema „Was ist ER-Stress und wie ist er beeinflussbar?“ den Stress des endoplasmatischen Retikulums zu erklären und wie dieser über die Fütterung positiv beeinflusst werden kann. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass gerade pflanzliche Polyphenole, wie z.B. in Spicemaster CP alpha positive Effekte in Phasen hoher Stoffwechselbelastungen haben. Die Diskussion zeigte, dass das Interesse an diesem Thema und entsprechenden Produkten groß ist, es aber auch noch weiteren Forschungsbedarf zu diesem spannenden Thema gibt.